irgendwie hat mannheim einen ziemlich schlechten ruf, dabei hat es das gar nicht verdient! deshalb hier ein paar tipps, für alle, die es mal dorthin verschlagen sollte – damit ihr anschließend nah und fern mit diesen falschen vorurteilen aufräumen könnt.
sehenswürdigkeiten:
* das schloss: in mannheim haben die studenten der universität (die übrigens sehr gut ist) das glück im schloss untergebracht zu sein. in den letzten jahren wurde dort viel renoviert, es lohnt sich also auf jeden fall sich ein paar hörsäle und die neue bibliothek im mitteltrakt anzuschauen und ein bisschen neidisch zu werden. essen kann man ganz gut im eo, allerdings ist es ohne den studentenrabatt nicht wirklich günstig. wenn man lust auf touri-bespaßung hat kann man sich ebenfalls im mittelbau das schloss-museum ansehen.
* der wasserturm: nicht umsonst das wahrzeichen mannheims. besonders an sommerabenden empfiehlt es sich in den anlagen rund um den wasserturm spazieren zu gehen, die hübschen jugendstil-lampen und die beleuchteten wasserspiele zu bewundern. im dezember ist rund um den turm ein weihnachtsmarkt, das ist auch ganz nett.
shopping:
* engelhorn trendhouse: den ableger des großen mannheimer edelkaufhauses engelhorn findet man in der kunststraße. hier gibt es eine etage mit erschwinglichen klamotten von only, esprit, review etc., eine mit tollen von diesel, fornarina, nümph, killah, miss sixty usw. und eine mit unerschwinglichen, die ich meide und zu der ich daher nicht mehr sagen kann. schuhe und taschen und unterwäsche und accessoires bekommt man hier auch. ein bisschen wie das untergeschoss bei vielen p&cs, nur größer.
* onlyyou: ganz hinten in der breiten straße, hinter dem coolen divided h&m, ist der onlyyou. von außen sieht er so aus, dass man erstmal nicht unbedingt reingehen möchte. aber es lohnt sich! im untergeschoss findet man nämlich haufenweise schuhe für wenig geld. ich habe dort schon oft wahre perlen entdeckt. man muss aber auch dazu sagen dass es häufig nur sehr fragwürdige sachen gibt und dann kann einem der krasse geruch nach lösungsmitteln schon etwas aufs gemüt schlagen.
* ansonsten gibt es natürlich noch die ganzen läden, die es mittlerweile eben in jeder größeren stadt gibt.
kultur:
* kunsthalle: die mannheimer kunsthalle hat mich wirklich umgehauen, als ich das erste mal dort war. so großartige bilder hatte ich in einem museum in einer doch relativ kleinen stadt wie mannheim nicht erwartet. besonders gefällt mir, dass nicht nach epochen getrennt wird sondern die bilder immer wieder in anderen konstellationen, mehr nach inhalt, zusammengestellt werden. so bekommt man immer wieder einen neuen blick darauf. wer sich für die kunsthalle interessiert, aber keine lust hat alleine hinzugehen, sei auf die artgenossen hingewiesen – das sind die mitglieder des förderkreises für die kunsthalle zwischen 18 und anfang 30. die veranstalten z.b. immer am ersten mittwoch im monat einen interessanten abend mit wechselndem programm und sind alle sehr nett =)
* theater: war noch nie da, aber soll gut sein und tolle studententarife.
* kino: filmkunst gibt’s im atlantis und im odeon. im cinemaxx und cineplex laufen manchmal filme auf englisch, leider meistens die falschen.
weggehen:
* suite: im entsprechenden post habe ich mich denke ich schon enthusiastisch genug darüber geäußert. wenn das überhaupt geht.
* zimmer: weniger gemütlich, aber für elektronische musik angeblich legendär und mittwochs behilfsmäßig geeignet zu indie das tanzbein zu schwingen.
* schneckenhof: hier finden bei wärmeren temperaturen donnerstags und manchmal auch samstags studentenparties von wechselnden veranstaltern (z.b. fachschaften) statt. die musik und auch das publikum finde ich oft eher fragwürdig, aber die location ist cool und wenn man betrunken genug ist und viele leute an der uni kennt macht es vielleicht sogar spaß.
* nun würde ich ja gerne noch ein paar nette bars empfehlen, aber damit sieht es in mannheim weniger gut aus. die meisten bars sind sehr steif, ungemütlich und haben keinen besonders individuellen charakter. ganz nett ist das barrios, dort gibt es montags und dienstags abends double time und dazu leckeres mexikanisches essen.
coffee shops: (in diesem bereich kann mannheim wirklich richtig glänzen!)
* star coffee: mein favorit, gibt es in mannheim und heidelberg. sehr gemütliche atmosphäre, viel weniger uniform als bei starbucks. lecker sind die bagels, besonders aufgebacken. auf dem mit ham&cheese ist eine tolle curry sauce. außerdem gibt es jede woche specials, so muss man nicht immer das gleich essen.
* coffee fellows: noch recht neu, großes café direkt am marktplatz, sehr schön eingerichtet, besonders um im winter drin zu sitzen. die bagels werden hier ganz frisch gemacht, man kann sich aussuchen was für eine bagel-sorte man möchte. es dauert alles etwas länger und kostet etwas mehr – also der ideale ort für besondere anlässe (z.b. nach prüfungen, mit besuch…). schön ist, dass es hier auch stempelkärtchen für bagels gibt – das lohnt sich dann richtig.
* meyerbeer coffee: mir zu starbucks-artig, außerdem gibts nichts salziges zu essen. dafür ist aber eine filiale gleich neben der uni.
* cafga: am schillerplatz – am sommer kann man dort liegestühle ausleihen und sich auf der wiese sonnen. neben kaffeevariationen und kalten und warmen belegten broten gibt es dort auch kunst – das cafga ist nämlich auch eine galerie. sehr unterstützenswert finde ich.
schöne plätze:
* die rheinterassen: super zum grillen im sommer, dann ist auch richtig viel los. und im herbst sind spaziergänge am rhein entlang gut.
* die oststadt: ein eher teures viertel mit vielen schönen häusern und einer sehr hübschen kirche.
* der luisenpark: der freie teil ist nicht so spektakulär, aber weiter stadtauswärts gibt es einen bereich der eintritt kostet – und das zu recht. dort gibt es schöne pflanzen und auch diverses getier.
* heidelberg: ist ja quasi ein vorort von mannheim. dazu dass es dort schön ist muss ich wohl weiter nichts sagen, das weiß man ja sogar in japan und amerika.
p.s. ich bedanke mich bei do, die mir beim schreiben auf die sprünge geholfen hat und bei immanuel für den titel, den ich jetzt einfach mal geklaut habe.
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