hamburg: herzensbrecher!

9 12 2007

oder warum sonst nennt einfach jeder hamburg seine perle? ich tu es ja inzwischen auch. hier ein paar dinge, die ich gerne mit meiner perle mache:

essen (frühstück):
* saal II: nettes café auf dem schulterblatt, auf der seite der flora, neben der bahn-brücke. sehr originell und authentisch eingerichtet. köstlicher milchkaffee aus französischen bols. frühstücks-programm oder zum selbst zusammenstellen, außerdem leckere pfannkuchen oder ganz besonders: french toast mit ahornsirup. mein lieblings-frühstücks-platz! wichtig: am thresen zahlen und nicht die kellner damit nerven, dass sie einem die rechnung bringen sollen.
* transmontana: portugiesisches café, ebenfalls auf dem schulterblatt. oft lange schlangen davor. ich empfehle toast oder croissant mit schinken und käse und dazu ein glas galao (portugiesischer milchkaffee). wer mehr süßes liebt ist mit natas, kleinen sahne-törtchen, auch sehr gut bedient.
* unter den linden: ist in der lippmannstraße, die geht zwischen flora und haspa vom schulterblatt ab. das café ist an einer ecke, da ist so viel los, das kann man gar nicht übersehen. besonders schön ist es bei gutem wetter draußen unter den linden (oder was es auch für bäume sein mögen) zu sitzen. aber auch innen ist es nett eingerichtet. wieder am thresen zahlen!

essen (lunch):
* mangia e bevi: süßes kleines restaurant im poelchaukamp. hier gibt es täglich wechselnde erschwingliche pastagerichte, die schmecken wie in italien. und nicht zu viel kosten. dazu gibt es wunderbares brot, reichlich parmesan und auf nachfrage olivenöl. außerdem kann man hier antipasti, käse, salami, schinken etc. einkaufen.
* dubara: super döner in der jarrestraße. 4 sorten fleisch zur auswahl. das absolute sparmenü: lahmacun ohne fleisch – total satt für 2,30 €.
* belachan express: leckeres thai-essen, sensationelle preise. die curries schmecken super, würde man sich auch im restaurant nicht drüber beschweren. gibts in der jarrestraße und in der hoheluftchausse.
* bagel park: hier kann man sich die bagel-sorte aus über 15 verschiedenen aussuchen, die beläge dazu sind auch sehr lecker. und auch der kaffee ist nicht zu verschmähen. oder die weiße schokolade von ghirardelli. noch dazu sind die preise günstiger als in den sonstigen coffee-shops (die zusätzlich ein schlechteres bagel-angebot haben!). gibts in der grindelallee und in der europapassage.

essen (dinner):
* der etrusker: sehr gutes, bodenständiges italienisches essen. besonders die aktuell angebotenen gerichte sind großartig. z.b. penne mit italienisches würstchen, grüner spargel mit warmem ziegenkäse und vitello tonnato (sry, meine italienische rechtschreibung kann gar nichts!). und die bedienung ist sehr freundlich. darum auch unbedingt vorher unter
o40-4101305 reservieren und dann pünktlich am grindelhof 43 sein.
* doris’ diner: quasi der nachbar vom etrusker also auch am grindelhof zu finden. hier gibts amerikanisches essen, also spare ribs, burger (z.b. macho burger mit doppelt fleisch) und milchshakes sowie mexikanisches essen. dazu drei verschiedene sorten pommes zur auswahl. sicher keine haute cuisine aber zum finger lecken (die spareribs in doppelter hinsicht).
* kleine brunnenstraße: etwas schwer zu finden, aber den weg durchaus wert, wenn man auf etwas ausgefallenere moderne küche steht. und finanziell nicht gar zu sehr eingeschränkt ist. die einrichtung ist jedenfalls sehr gelungen und die gäste und das personal sympathisch. ich habe dort grützwurst-ravioli gegessen – ich glaube das sagt schon fast alles.

ausgehen:
* die hasenschaukel: kiez ist ja eigentlich nicht so mein ding, aber die hasenschaukel finde ich toll. die haben auch so eine tolle website, dass ich gar nicht mehr dazu sagen muss. außer: ton nicht vergessen und unbedingt die ganze seite (musik-programm und speisekarte) anschauen.
* ponybar: das hamburger nachtleben ist sehr tierfreundlich wie man sieht. die pony-bar ist direkt neben dem uni-campus, und eigentlich niemals leer. hier kann man astra trinken und tee aus frischer pfefferminze und kickern und sich hamburger studenten anschauen, die sich auf 50er jahre möbeln räkeln. (naja, nicht wirklich räkeln…)

* sofa-bar: heißt eigentlich zoe glaube ich, aber sofa-bar ist ein sprechenderer name. findet man am neuen pferdemarkt, gut zu erkennen durch die beschlagenen scheiben. drinnen gibt es viele alte sofas, alte stehlampen und gewollt-vergammelte wände. die musik ist nicht zu laut und die stimmung sehr entspannt. hier kann man es gut bei 1, 2 oder mehr astra aushalten. sollte es hier mal voll sein ist genau gegenüber noch eine bar mit genau dem gleichen grundriss, nur ganz schwarz eingerichtet.
* meine kleinraumdisco: war ich zwar nur ganz kurz drin, aber hat mir gefallen und die musik da ist immer sehr gut. adresse: neuer kamp 17.
* grüner jäger: ein lustiges kleines häuschen auf einer kleinen grünfläche mit bäumen am neuen pferdemarkt. dort legt ab und zu olli schulz auf und auch sonst ist die musik empfehlenswert. sonntags gibt es tatort. leider am wochenende sehr voll, vielleicht besser erst später kommen. die eintrittspreise sind sehr human.
* uebel & gefaehrlich: habs leider noch nicht geschafft selber hinzugehen, aber was kann man mit einem club in einem ehemaligen hochbunker schon falsch machen? gibt dort auch lesungen und konzerte. und der „rundbrief“ soll sehr lesenswert sein.
* wer wirklich über das hamburger nachtleben bescheid wissen möchte, muss aber unbedingt auf diese seite gehen und den newsletter abbonnieren. da wird man jede woche darüber informiert was in hamburg so los ist, oft auch mit hilfreichen links zu band-seiten. unbezahlbar um einen überblick zu gewinnen.

kultur:
* abaton: die hamburger institution für filmkunst. am allende-platz ecke grindelhof. kino mit persönlichkeit, nicht einfach noch ein multiplex-klotz. ideal um während der vorstellung ein bier zu trinken.
* galerie der gegenwart: der teil der hamburger kunsthalle mit zeitgenössischer kunst. die augenblickliche ausstellung zum 10-jährigen jubiläum ist gigantisch! beim besuch auf keinen fall den museums-shop verpassen, da gibt es viel inspirierendes für anstehende geschenk-gelegenheiten. die anderen teile der kunsthalle sind natürlich auch einen besuch wert.
* thalia theater: für theaterfreunde wohl augenblicklich die beste adresse in hamburg.

shopping:
* mönckebergstraße/spitaler straße/jungfernstieg/gänsemarkt: das volle programm aber im prinzip nicht so viel, was es nicht auch in jeder anderen deutschen großstadt gibt. die riesige europa-passage an der binnen-alster ist auch einen besuch wert. da gibt es tollen pilgrim-schmuck.
* neuer wall: designer shops zum gucken – und geld ausgeben, wenn man zu viel davon hat.
* markstraße: hier gibts alle möglichen kleinen designer- und second-hand läden. und das findet man definitiv nicht in jeder stadt. ein bummel lohnt sich also auf jeden fall. und auch mal eine etwas größere investition in ein wirklich besonderes teil. am samstag in beim schlachthof am ende der markstraße zusätzlich flohmarkt bis 16.00.
* schanzenviertel: in der schanzen- und der susannenstraße und auf dem schulterblatt gibt es alle möglichen kleinen interessanten geschäfte zu entdecken.

sehenswürdigkeiten:
* alster: einmalig so viel wasser mitten in der stadt. bei gutem wetter kann man ein tretboot mieten und zwischen den vielen segelbooten durch in die kleinen seitenkanäle, unter anderem auch den wunderschönen feenteich, fahren. ist zwar etwas teuer, aber auf den wegen ist es dann so voll mit sonnenhungrigen hamburgern, dass spazierengehen wenig spaß macht.
* hafen: muss man natürlich gesehen haben. wenn einem hafenrundfahrten zu teuer sind, kann man unter der woche auch mit dem hvv-ticket mit der fähre durch den hafen fahren. diese linie fährt am wochenende aber leider nicht, sondern nur eine, die die elbe hinunter stadtauswärts fährt.
* speicherstadt und hafencity: neben der alten speicherstadt mit ihren kanälen und schönen backsteinspeichern entsteht ein ganz neues viertel: die hafencity. ist zwar noch eine baustelle aber deshalb nicht weniger interessant. es ist spannend zu beobachten, was für vielseitige achitektur hier umgesetzt wird. in der speicherstadt gibt es ein hafen-city-museum mit erklärungen und einem riesigen modell.
* michel: hamburgs’s wahrzeichen und auch eine wirklich außergewöhnliche, sehenswerte kirche. der eintritt für den kirchturm lohnt sich allemal, denn dann sieht man hamburg von oben und kann vieles wiederentdecken, was man schon aus der froschperspektive kannte.
* hagenbeck’s tierpark: im sommer empfehlenswert, beonders die nasenbären. aber nicht wegen dem bekannten namen mehr erwarten als in anderen zoos! im winter bietet sich wohl mehr das tropanaquarium an, da soll es auch kleine freilaufende affen geben.
* fischmarkt: wenn man lust zu marmeladekochen hat, sollte man zwischen halb 10 und 10 auf den firschmarkt gehen, da wird einem das obst steigenweise hinterhergeworfen. oft ist es aber nicht mehr ganz so frisch, so dass man es nicht mehr ewig aufheben kann. deshalb auch marmelade.
* övelgönne: hier kommt man hin, wenn man von den landungsbrücken stadtauswärts läuft. zum einen kann man hier die häuser der beneidenswerten menschen bestaunen, die mit direktem elbblick leben. außerdem wird hier im sommer gegrillt und manchmal auch gebadet.

natürlich gibt es in hamburg noch viel mehr zu tun. aber ich habe langsam keine lust mehr zu schreiben und so nehme ich an, dass noch viel weniger jemand lust haben wird dies alles zu lesen.
fazit: hamburg ist auf jeden fall einen oder mehrere besuche wert. und ganz bestimmt eine der tollsten städte zum leben.


Aktionen

Information

Eine Antwort

11 12 2007
Luis Lopes

Wow! Riesenpost.

transmontana: Lecker Tostas Mistas!

bagel park: mmmh Käsebagel!

der etrusker: Sehr gut aber winzigklein!

Tretboot fahren war toll! Nur Segler sind doof!

Hagenbeck: Nach einem ganzen Nachmittag im Regen gibt es nichts tolleres als das warme Orang Utan Gebäude oder die Elefantenhalle.

Kommentieren