früher, als man noch nachmittage damit füllen konnte auf mtv und viva musikvideos zu schauen, gab es immer ein paar über die ich mich besonders gefreut habe. leider kommen heute ja kaum noch musikvideos, und wenn doch dann fast nur so neumodischer quatsch. also habe ich aus den untiefen von youtube mal meine all time favourites rausgekramt. ohne natürlich ein paar neuere gute videos außen vor zu lassen. (die reihenfolge ist übrigens nur quasi-chronologisch)
a-ha – take on me: dieser klassiker und video-pionier darf natürlich nicht fehlen. gehört ja schon fast zur allgemeinbildung. und ist immer noch super.
soundgarden – black hole sun: einfach zu creepy diese grinsenden menschen. und die minderwertige technik der 90er macht das ganze fast noch gruseliger. besonders mag ich die lippenstift-frau und das eis-mädchen.
alanis morissette – ironic: ich mag wie jung sie da noch war und wie sie beim refrain ausflippt. und die idee mit den alter egos ist auch nett. und das war so ziemlich eines der ersten videos an das ich mich erinnere
die fantastischen 4 – sie ist weg: wie oft ich dieses video wohl gesehen habe? jedenfalls kann ich bis heute den text auswendig. und die 90er jahre ästhetik ist einfach zum lachen.
faith no more – i started a joke: allein die akzente sind grund genug den clip immer und immer wieder anzusehen. und der song auch.
george michael – freedom! 90: was für eine topmodel-parade. eye-candy deluxe. cool finde ich, dass george nicht selber auftaucht sondern die girls für sich singen lässt.
madonna – human nature: bringt madonna finde ich ganz gut auf den punkt. aber auch sonst hat sie ja viele fabelhafte videos gemacht. justify my love zum beispiel (noch viel pornöser)
smashing pumpkins – tonight tonight: i heart billy corgan! und dieses märchenhafte video auch. später war auch noch ava adore ein nettes video.
no doubt – don’t speak: da saß ich immer vorm fernseher und habe lauthals mitgesungen und bin fast zerschmolzen vor bewunderung für gwen stefani. sie ist aber auch einfach zu cool. und der song zu schön!
die ärzte – mein baby war beim frisör: hach, die beste band der welt. und der text! und die mädels! und belas frisur! grandios.
björk – hunter: fast vier minuten sieht man nur björks gesicht und keine sekunde langweilt man sich. das muss ihr erstmal jemand nachmachen. faszinierend ist auch wie sie in einem moment kindlich aussieht, im nächsten so süß und dann plötzlich irgendwie verrucht und geheimnisvoll. übrigens finde ich musiktechnisch jóga (hach das cello!) noch besser als hunter, aber hier geht es ja um videos (sind übrigens beide vom geichen regisseur).
jamiroquai – virtual insanity: nomen est omen. hab mal ein making-of dazu gesehen, sehr aufschlussreich.
garbage – push it: yay, shirley! obwohl, in anderen videos spielt sie ne noch viel größere rolle – zu recht. aber hier gibts dafür noch viele andere lustige absurde sachen.
silverchair – anthem for the year 2000: mal ein politisch angehauchtes video.
aqua – barbie girl: trash in absoluter perfektion – das muss man sich erstmal trauen. it’s pink, it’s for girls.
daft punk – around the world: oft kopiert und selten erreicht. often imitated but never duplicated. cool waren auch die zusammenhängenden anime-videos zu one more time, aerodynamic, digital love, harder, better, faster, stronger (bin mir aber mit der reihenfolge nicht ganz sicher)
the prodigy – smack my bitch up: yay, ein musikvideo das nicht jugendfrei ist und ein twist-ending hat. nicht zu verachten ist übrigens auch das video zu voodoo people.
red hot chili peppers – otherside: einfach ein unglaublich tolles video, surreal wie kein anderes. und das lied habe ich damals auch geliebt.
u.n.k.l.e. ft. thom yorke – rabbit in your headlights: ich möchte nicht versuchen dieses meisterwerk in worte zu fassen. schaut es euch selber an, es ist toll.
foo fighters – everlong: ein richtiger kleiner horrorfilm mit dem foo fighters drummer als mädchen – süß!
tori amos – a sorta fairytale: die idee ist toll, adrien brody passt perfekt. romantisch ohne kitschig zu sein – dafür ist es einfach zu bizarr. und der song ist einfach zauberhaft.
air – playground love: aaaaaaaawww, zwei singende kaugummis! nachdem ich dieses video gesehen hatte wollte ich unbedingt the virgin suicides sehen und den soundtrack besitzen. aber beides konnte leider nicht recht mithalten.
blur – song 2: ich finde diese video und der song passen perfekt zusammen. ich wär auch gerne mal in diesem raum mit den komischen weichen wänden!
coldplay – yellow: da gab es noch nicht diesen ätzenden coldplay hype. da war chris martin noch ein etwas strange aussehender, rührender englischer typ. und es fasziniert mich bis heute, wie sie das mit dem licht gemacht haben.
dust brothers & tyler durden – this is your life: wenn man mal wieder in diese wunderbare fight-club-stimmung kommen will, braucht man sich nur diesen clip anzusehen. er ist quasi die konzentrierte visuelle und inhaltliche essenz des films. den muss ich unbedingt bald mal wieder sehen.
the white stripes – seven nation army: so ein ästhetisches video in rot-schwarz-weiß, jetzt schon klassisch und dem hervorragenden song wahrlich angemessen.
gwen stefani – what you waiting for: ich muss ja gestehen, dass die plötzlich perfekt magere gwen solo etwas grenzwertig ist, aber dieses high-fashion alice on lsd video ist trotzdem cool. und das harajuku girl, das wie eine ente mit dem hintern wackelt ist schlicht zu süß.
chemical brothers – believe: sehr scary, aber das ende ist etwas enttäuschend. großartige übereinstimmung zwischen musik und bild finde ich. und der hauptdarsteller ist superb.
arctic monkeys – a view from the afternoon: ich mag einfach den unheimlichen enthusiasmus des drummers. und die bunny ears. und den zeitverlauf. und die vorstadt-tristesse. und die milch-szene. und außerdem müssen die monkeys einfach dabei sein.
muse – supermassive black hole: mein liebstes lied zum tanzen. und ein sehr würdiges video mit strangen masken und komischen sich räkelnde wesen in hautengen ganzkörper-tier-anzügen.
gorillaz – dare: gorillaz videos sind immer cool. aber ist die kleine tanzende person einfach besonders bezaubernd. ich hätte auch gerne einen riesengroßen singenden kopf als stereoanlage im wohnzimmer.
the rifles – she’s got standards: nettes konzept mit den fenstern/spiegeln/raum in raum.
ok go – here it goes again: das video ist so gut, dass die musik in den hintergrund tritt und fast wie ein bloßer soundtrack wirkt. anscheinend können die das mit den treadmills auch live.
foals – hummer: ganz dringend möchte ich euch den tanz des sängers ca. bei sekunde 57 nahelegen. und auch bei sekunde 1:58. das entsprechende outfit ist auch ganz entzückend. und der song einer der besten – nur leider nicht auf der cd drauf.
hab ich was vergessen? welches sind eure lieblingsvideos?
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