lust in the movies vol. I

18 07 2008

hier mal wieder ein paar film-empfehlungen von mir. in komischen kategorien sortiert. alte, neue, bekannte, unbekannte, bewunderte, umstrittene…

strange love:
* secretary: schon als ich das plakat sah, war mir klar, dass ich diesen film mögen würde. und wie könnte man anders als die wunderbare maggie gyllenhaal in bleistiftröcken lieben? schön wenn liebe in amerikanischen filmen mal nicht rosarot sondern tiefschwarz ist.
* fur: noch ein film von dem ich wusste dass er toll ist, nachdem ich das erste mal von ihm gehört hatte. und als ich nach dem anschauen begeistert auf imdb mehr informationen suchte, stelle ich doch glatt fest, dass der regisseur auch secretary gemacht hat. steven shainberg werde ich nun sicher nicht mehr aus den augen verlieren. und dass nicole kidman und robert downey jr. mitspielten und das wieder alles wunderbar obskur und bizarr war, war sicherlich auch kein fehler. gehen tut es übrigens um die fotografin diane arbus im new york der 50er jahre.
* penelope: nicht ganz so großartig wie obige zwei, aber doch ein nettes märchen über ein mädchen mit einer schweinenase und dem schönsten mantel der welt. mit der fabelhaften christina ricci und james mcavoy, der mir hier zum ersten mal halbwegs gefiel. gut für einen mädels-dvd-abend mit heißer amaretto-schokolade mit schlagsahne.
* a love song for bobby long: südstaaten-charme und -akzente, john travolta, scarlett johansson (bevor sie überall war und nur noch blöde filme machte) und gabriel macht. besonders mag ich die szene in der scarlett / pursy einen löffel erst in ein glas erdnussbutter und dann in eine tüte m&ms steckt. davon die romanvorlage zu lesen kann ich übrigens nur abraten.
* lost in translation: nur der vollständigkeit halber. kennt ja sowieso jeder. und wenn nicht: anschauen!

hard to watch, but still amazing:
* requiem for a dream: konnte ich tatsächlich nicht zu ende schauen. und hatte trotzdem noch alpträume davon. der titel ist so treffend: hätten die charaktere nicht zu beginn des films so viel hoffnung, wäre es nicht so schlimm sie am ende da zu sehen, wo sie sind. und eigentlich sind es die träume, die sie ins verderben stürzen. geht ja wohl nicht mehr deprimierender. unglaublich jedenfalls, dass jared leto früher süß bei willkommen im leben war. jennifer connelly dagegen ist ja einfach immer gut.
* into the wild: sean penn ist also nicht nur ein toller schauspieler mit politischem gewissen, sondern macht auch noch einen beeindruckenden film. diesen hier. road-movie mit not-so-happy-end. der arme elch!
* dogville: mein erster lars von trier. mal wieder mit nicole kidman. habe ihn das erste mal zu besuch bei meiner freundin rike in nijmegen gesehen. als wir nach der erheblich langen vorstellung aus dem kino kamen, waren wir beide so platt, dass wir uns für den rest des abends nicht mehr viel zu sagen hatten. ich bewundere immer noch die idee, die grundrisse der häuser nur auf den boden zu malen. so wirkt der film fast wie der mitschnitt eines theaterstücks. trotzdem habe ich es seit 5 jahren nicht geschafft ihn nochmal anzusehen. und das obwohl ich ihn zu meinen lieblingsfilmen zähle.
* house of sand and fog: schön ist das nicht, mit anzusehen, wie menschen sich gegenseitig ins verderben stürzen. vor allem wenn sie so gut dargestellt werden wie von ben kingsley und jennifer connelly. nicht schön, aber fesselnd.

…to be continued

still to come: twist endings, beautiful, absurd, girls’ stories


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4 Antworten

21 07 2008
Lena

wir haben gestern Death Proof gesehen von Tarantino , spielt in den 70ern mit entsprechendem „age-look“ kranker Slasher film sag ich euch, wollte schon nach 10 min wieder ausmachen aber die Neugier war zu groß, muss zugeben das ich ihn im Nachhinein doch nicht so schlecht fand :) vor allem das Ende ^^

21 07 2008
jolianna

oh ja, death proof fand ich auch toll – auch weil ich ihn im kino auf englisch sehen konnte. mein zweiter post (heute vor einem jahr) hat sich auch damit befasst: http://jolianna.wordpress.com/2007/07/21/death-proof/

21 07 2008
do

ich freue mich schon auf die liste der tollen filme mit überraschendem ende – sie sind in der regel (wie die hier aufgeführten anstrengenden film) am nachhaltigsten. denn wie schon die kollegen kahneman et al. gezeigt haben, sind für die bewertung von erlebnissen zwei dinge besonders wichtig: der (positive oder negative) höhepunkt und der schluss.

17 08 2008
lust in the movies vol. II « Joli’s Lavatory

[...] in the movies vol. II 17 08 2008 fortsetzung meiner filmtipps. heute: filme mit einem twist-ende und filme, die ich wunderschön finde. das passt deshalb [...]

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