in letzter zeit haben viele bands, deren erste alben ich toll fand, ihr zweites album rausgebracht. leider war bei vielen die vorfreude darauf erheblich größer als das tatsächliche hörvergnügen. dies führt mich zu der frage: sind zweite alben prädisponiert zu enttäuschen? einiges spricht ja dafür. beim ersten album ist noch alles ganz neu, aufregend, nie dagewesen. beim zweiten kennt man dann die stärken der band schon – vielleicht fallen so eventuelle schwächen stärker auf? außerdem hat man an erste alben normalerweise keine erwartungen, so dass man eigentlich nur positiv überrascht werden kann. auf dem zweiten hingegen lasten zu erfüllende vorstellungen der hörerschaft – schließlich ist ja mindestens eine deutliche verbesserung im vergleich zum ersten album zu erwarten, mit all der seitdem gewonnenen reife und erfahrung. oder?
hier mal einige beispiele um das phänomen des verflixten zweiten albums zu illustrieren:
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hot fuss (2004) war das album, das mich damals zum indie hören bekehrt hat. es lief auf meinem ipod rauf und runter und zauberte mir zuverlässig ein lächeln aufs gesicht. in manchester zu „somebody told me“ zu tanzen war der beginn einer neuen ära für mich. und 2006 dann sam’s town… „when you were young“ ist natürlich schon ein netter song. aber ach, war ich enttäuscht!
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„gotta reason“ habe ich das erste mal bei „the o.c.“ gehört und war sofort beeindruckt. irgendwo habe ich über stars of cctv (2005) gelesen es enthalte „dreckig-verschwitzte und tanzbare musik“ – das hat mir gefallen und es stimmt. once upon a time in the west (2007) dagegen klingt wie ein langweiliges, unmotiviertes robbie williams album.
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someone to drive you home (2006) war eine einzige offenbarung. musik, texte, tanztauglichkeit, stil, videos, interviews – einfach alles hat mich restlos begeistert. ich wollte mich nie wieder von den long blondes trennen. aber dann kam couples (2008). ich bin immer noch nicht ganz darüber hinweg. schon allein das vergeichsweise so blöde cover bricht mir ein bisschen das herz.
vs. 
costello music (2007) enthält zum einen viele tracks die quasi eine volle tanzfläche garantieren. zum anderen kann man auch die ganze cd sehr gut am stück durchhören, z.b. beim autofahren im urlaub. hach! auch der ganze 50er jahre pin-up stil ist einfach herzallerliebst. wie kann da here we stand (2008) bloß so unendlich medioker sein?
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employment (2005) – doch noch einzigartig und erfreulich vs. yours truly, angry mob (2007) – ein trauriger franz ferdinand abklatsch für indie analphabeten
ich denke es ist klargeworden, was ich meine. wenn nicht denke man außerdem an: dirty pretty things, the zutons, the pigeon detectives, we are scientists. aber warum muss die welt so sein? warum können zweite alben erwartungen nicht erfüllen? aber halt: manche tun es doch durchaus:
und 
our earthly pleasures (2007) hält definitiv was a certain trigger (2005) versprochen hat. wenn nicht noch mehr.
und 
favourite worst nightmare (2007) mag nicht eine ganz so große offenbarung gewesen sein wie whatever people say i am that’s what i’m not (2006), aber trotzdem ist es noch weit überdurchschnittlich gut. davon durfte ich mich sogar live überzeugen.
und 
auf inside in/inside out (2006) haben die kooks als „girlband“ des indie mein herz erobert. und konk (2008) ist kein bisschen weniger melancholisch süß.
und 
cansei de ser sexy (2006) hat mit tracks wie „music is my hot hot sex“ und „off the hook“ schon ziemlich hohe standards gesetzt. und so war ich donkey (2008) gegenüber doch zunächst sehr skeptisch gestimmt. zumal die nette frontfrau ihren äußerst hübschen akzent eingebüßt hatte. aber ich nehme alles zurück. css wird mich auch weiter zum strahlen und zum tanzen bringen.
so einfach ist das also alles nicht mit den schlechten zweiten alben. daher stelle ich mal eine theorie auf: am zweiten album erweist sich die wahre qualität einer band. das one album wonder wird zum echten musik-mirakel. man schafft es noch so zu klingen wie man selbst, denn schließlich wollen alle mehr von dem tollen zeug auf der ersten cd. aber trotzdem ist man doch noch ein kleines bisschen besser geworden. und das ist dann eigentlich erst eine echte leistung.
gespannt bin ich schon jetzt auf die zweiten alben dieser bands. was wird uns erwarten?




(blood red shoes, foals, operator please, the rascals)






theaterstücke lesen ist anstrengend. da macht dieses keine ausnahme. und worum es geht habe ich auch noch nicht ganz verstanden. aber der titel ist so vielversprechend, dass ich schon sehr gespannt wie es weitergeht.


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