stuttgart ist tatsächliche meine mutterstadt, immerhin bin ich da aufgewachsen. schwäbisch kann ich aber nicht. so richtig informiert über insider-tipps bin ich zwar nicht mehr, aber die eine oder andere empfehlung kann ich doch abgeben.

essen:
weinstube vetter: ist schon lange eine institution in stuttgart. im sommer kann man toll draußen sitzen auf dem mozartplätzle und im winter ist es drinnen gemütlich und sehr schön modern eingerichtet. das essen ist herrlich, man bekommt köstliche schwäbische klassiker aber auch internationale gerichte. günstig ist es allerdings nicht.
noodle 1: nettes vietnamesisches restaurant. habe mich hier bereits drüber ausgelassen.
nostalgia di napoli: italiener und pizzeria. wurde auch schon mit einem post gewürdigt.
punto fisso: noch ein guter italiener. weniger rustikal, etwas teurer, sehr schmackhaft. im sommer eine schöne terasse nach hinten raus, sehr nette bewirtung, großartiger wein, immer was los. achtung: auf der straße vor dem restaurant nicht parken, da wird regelmäßig abgeschleppt und man kann leute beobachten die fassungslos aus dem restaurant kommen und ihr auto vergeblich suchen.
pomodoro: berühmte stuttgarter pizzeria, gilt als die beste, im sommer draußen sitzen auf dem wilhelmsplatz, im winter drinnen auf einen tisch warten. reservieren kann man leider nicht.
kochenbas: großer klassiker, sehr schwäbisch, sehr authentisch. deshalb oft voll. soweit ich weiß nicht durch trendgerichte und schickes ambiente verdorben. mmmmmh kässpätzle! oder maultaschen! und zum nachtisch pfannkuchen.
schwabkeller: feines restaurant mit schwäbischer und internationaler küche direkt am schwabtunnel. wechselnde karte, immer was gutes dabei, zum beispiel zartes rindersteak mit selbstgemachter kräuterbutter. der wein ist auch sehr gut und die atmosphäre kein bisschen abgehoben.
café:
scholz: bei warmem wetter werden liegestühle auf dem marktplatz aufgestellt in denen man die sonne genießen und französischen milchkaffee aus großen schalen schlürfen kann. bekommt man hunger sind die salate sehr zu empfehlen. aber auch im winter kann man drin sehr gemütlich frühstücken. nur von dem manchmal sehr etepeteten publikum darf man sich nicht stören lassen.
mezzanin: das etwas antiquierte ambiente dieser zigarren und whiskey bar eignet sich finde ich hervorragend um dort im winter am frühen abend einen feinen earl grey einzunehmen und mit einer freundin über kunst und literatur zu sprechen.
café künstlerbund: oben im gebäude des kunstvereins, das gekrönt wird von einer grünspanigen kuppel mit einem goldenen hirsch drauf, ist dieses sehr nette café. hier treffen sich stuttgarter aller altersgruppen zu tee, kaffee, wein oder kleinen speisen. im sommer schönes sitzen auf dem schlossplatz.
hüftengold: die schönsten klos stuttgarts, direkt am olgaeck und am schönen bohnenviertel, plüschiges ambiente in pink und orange und dunklem holz, gutes frühstück den ganzen tag, leckerer mittagstisch, meist sehr gut besucht, im sommer selbstgemachtes eis – da wird der name programm.
bar & club:
1. stock: direkt über dem vegi voodoo king befindet sich diese bar jenseits von designer wohn-accessoires und angestrengten versuchen modernes ambiente herzustellen. um hineinzukommen muss man in einen ganz normal aussehenden hauseingang hinein und ein ganz normal aussehendes treppenhaus hinauf gehen um anschließend eine ehemalige 2-zimmer-wohnung, inklusive bad, ausgestattet mit einer bar und ein paar alten sofas zu betreten. sehr außergewöhnlich und empfehlenswert.
schocken: hier finden regelmäßig interessant konzerte statt und auch sonst kann man im schwarz glitzernden untergeschoss nett tanzen, oder auf der galerie sitzen und leute beobachten oder sich im sommer auch gut draußen aufhalten.
keller klub: stuttgarts indie schuppen schlechthin, dementsprechend bis 2 oder 3 von minderjährigen besetzt, dafür ab 3 meistens freier eintritt (wann man hier am besten hinkommt sollte nun offensichtlich geworden sein denke ich)
mos eisley: mein lieblingsplatz in stuttgart um freunde auf einen kaffee oder ein bier zu treffen. ortsuntypisch entspannt, schön 60er-mäßig eingerichtet, abends auch hervorragendes essen, sehr sehr nette bedienung, ein schmucker raucherraum, angenehmes publikum. da kann man einfach nichts falsch machen.
mata hari: bevorzugter treffpunkt der stuttgarter studenten, einrichtungsstil einer alten kneipe, viel bier, auch astra (was soll eigentlich dieser trend regionale biere nun deutschlandweit zu verkaufen? so ein schmarrn! ich will doch in hamburg endlich kein tannenzäpfle mehr trinken sollen und wenn ich hier weg bin will ich astra gefälligst vermissen müssen) leute stehen eher davor oder dahinter auf der straße als drin zu sitzen. sehr schön gelegen nahe dem hans im glück brunnen.
hi!: an dieser stelle möchte ich noch an den lieblingsladen meiner jugend erinnern, das hi!, so schön schmuddelig in einem alten stripclub mit separées, kleiner klappe in der tür, rotem licht, pole, bühne und spiegeln. an atmosphäre nicht zu übertreffen, heute leider wieder angelöst von einem richtigen stripclub.
theo heuss straße: der treffpunkt der stuttgarter schickeria sowie von schwäbelnden vorstädtern die die innenstadt mit ihren autos mit fremd-kennzeichen vollparken. solche pauschalurteile sind natürlich verkehrt und es gibt sicher auch nette läden auf der theodor heuss straße aber die gefahr in einem grauenaften zu landen, wo man erstmal von oben bis unten auf labels gescannt wird, sollte man nicht unterschätzen.
kultur:
staatsgalerie: der klassiker, gerade fertig renoviert. die moderne sammlung ist dank edler spender noch bis mitte des jahres kostenlos zu besuchen – das lohnt sich auch, denn hier gibt es kunst über warhol und lichtenstein hinaus zu bewundern. auch die architektur der neuen staatsgalerie ist sehenswert, als kind habe ich das neongrüne linoleum drinnen und die rosa und hellblauen rohre draußen geliebt. vor allem in kombination mit dem haus der geschichte und der musik-hochschule, ebenfalls entworfen von james stirling, ist dieser teil der kulturmeile an der konrad-adenauer-straße durchaus beeindruckend.
kunstmuseum: dieses stuttgarter museum gibt es erst sein ein paar jahren und doch ist es heute gar nicht mehr wegzudenken, so zentral steht es am schlossplatz, so großartig ist die otto dix sammlung und so interessant die wechselnden ausstellungen. besonders toll finde ich eine wand die ganz mit weißem, pinkem und rotem flokati bezogen ist, eine installation, die immer wieder eine geige zu spielen bringt und die rotkohlbilder von dieter roth.
kunstverein: auch das programm des stuttgarter kunstvereins kann man ruhig im auge behalten, hier gibt es insbesondere oft ausstellungen zeitgenössischer kunst, die in den großen museen noch nicht gezeigt werden würde. einmal im jahr kann man hier außerdem eine kunstauktion von terre-des-hommes besuchen, was ich nur empfehlen kann, auch wenn man selber nichts ersteigern möchte.
weißenhofsiedlung: wer sich für architektur interessiert, sollte sich diese mustersieldung des „neuen bauens“ von 1927 auf dem killesberg mit häusern von le corbusier, gropius, mies van der rohe und 14 anderen architekten auf keinen fall entgehen lassen. sie ist heute noch bewohnt und beherbergt außerdem ein museum.
theater und oper: ist zwar nicht mein größtes interesse, in stuttgart aber auch zu haben. zum beispiel am pragsattel im theaterhaus mit einem sehr vielseitigen programm von tanz performance bis comedy oder in der wunderschönen und vielfach ausgezeichneten staatsoper im stadtpark.
natur:
wilhelma: ohne frage der schönste zoo der welt! schon allein die historischen gewächshäuser, das eingangshäuschen, die hanglage, die neuen tierbehausungen. es gibt nilpferde und zwergnilpferde. und zebramangusten. robben und seelöwen. hallen mit frei fliegenden vögeln und schmetterlingen (natürlich getrennt). und ein eisbärbaby (das auf den fürchterlichen namen wilbär hört).
killesberg: dieser höhenpark ist eine wunderschöne oase auf einem der stuttgart umgebenden hügel. es gibt tolle spielplätze, einen streichelzoo, eine miniatureisenbahn mit der man durch den park fahren kann, eine freilichtbühne und viele schöne blumen und pflanzen. besonders schön ist das tal der rosen wo man im sommer abends schön sitzen und reden und trinken und picknicken kann.
stadtpark: auch der stuttgarter stadtpark ist einen besuch wert. er beginnt am schlossplatz und zieht sich hin bis nach bad canstatt und zur wilhelma, wo er in den ebenfalls schönen rosensteinpark übergeht. man kann dort sehr hübsch spazieren oder laufen gehen und kommt dabei an den verschiedensten seen, spielplätzen, wiesen und auch an einem schönen alten naturkundlichen museum vorbei.
bopser: diesen park mit dem sonderbaren namen erreicht man leicht von der gleichnamigen straßenbahnhaltestelle. man muss ganz schön klettern bis man den höchsten punkt erreicht hat, aber man wird mit einer sagenhaften aussicht und einem süßen alten teepavillon belohnt.
shoppen:
breuninger: das stuttgarter nobel-kaufhaus schlechthin in dem man einfach alles bekommt. seit ein paar jahren gibt es im ergeschoss diverse designer-taschen-boutiquen von dior, gucci, chloé und vielen anderen. leider auch im sale sehr unerschwinglich. in der kosmetik-abteilung bekommt man neben allen sonst in parfümerien vertretenen parfum- und make-up-labels auch m.a.c., benefit und bobbi brown. und in der wäsche-abteilung gibt es unter anderem auch agent provocateur. und auch sonst ist alles da von sportbekleidung bis zu gepäck, von schuhen bis zu bettwäsche und im untergeschoss gibt es auch eine abteilung mit mehr jugend-orientierten sachen.
abseits: institution, gibt es schon lange, hat viele interessante labels, aber teuer und ob man freundlich behandelt wird ist auch immer große glückssache. vielleicht muss man das richtige anhaben? jedenfalls bekommt man dort marc by marc jacobs handtaschen!
geschwisterliebe: netter laden mit vielen bekannten aber auch jungen regionalen und internationalen labels. meist freundliche beratung.
blutsgeschwister: steh ich zwar nicht so drauf, muss aber genannt werden, da es ein stuttgarter label ist. dementsprechend gibt es natürlich auch einen „flagschiffladen„.
wittwer: der große stuttgarter buchladen, wirklich sehr umfangreiches sortiment und bei bedarf auch freundliche hilfe.
habitat: stuttgart zählt zu den glücklichen städten, die eine habitat-filiale besitzen. besonders zu zeiten des sales lohnt es sich vorbeizuschauen.
ikarus: ein netter kleiner einrichtungsladen, der neben teuren schönen möbeln auch viel schnickschnack anbietet. im stuttgarter stilwerk.
böhm: die stuttgarter adresse für feinkost. preise sind natürlich entsprechend, aber das angebot ist überwältigend und jede zitrone wird vom personal eigens ausgewählt, in eine papiertüte verpackt und gewogen. essen kann man auch im intergrierten restaurant oder der sushi-bar.
goldknopf: ein ganz bezaubernder laden für knöpfe, bänder, borten, applikationen und mode nach maß im waisenhaus. ausführlicher bericht über alles was man mit dem dort erhältlichen machen kann folgt bald.

theaterstücke lesen ist anstrengend. da macht dieses keine ausnahme. und worum es geht habe ich auch noch nicht ganz verstanden. aber der titel ist so vielversprechend, dass ich schon sehr gespannt wie es weitergeht.


In der Wilhelma gibt es auch die größte Blüte der Welt (3,37m!) mit dem schönen Namen „Titanenwurz“ (…), die 2008 geblüht hat. Und da ich zum Geburtstag einen Ausflug dorthin geschenkt bekommen hab, wird es bald auch mich darin geben :) Dann kann ich auch ein paar deiner (immer) guten Tipps ausprobieren.