zum jahresende kann auch ich der versuchung nicht widerstehen eine liste meiner zehn liebsten alben des vergangenen jahres zu veröffentlichen. denn schließlich liebe ich listen und ich liebe musik, und eine solche gelegenheit die beiden zu kombinieren werde ich mir nicht entgehen lassen. hier also, in no particular order:
foals – antidotes.
auch ohne hummer ein großartiges album, und dass obwohl es das allererste ist. außergewöhnlich und doch nicht unzugänglich. ich verbinde damit die wunderbare erinnerung im april in meinem grau weiß karierten hemd auf der reeperbahn zu stehen, hinnehmen zu müssen, dass es keine karten mehr für das konzert gibt und dabei yannis philippakis beim rauchen zuzusehen. unvergesslich. nicht unerwähnt sollen auch die musikvideos von foals bleiben. ich finde es lobenswert, wenn sich eine band trotz des niedergangs von mtv noch die mühe gibt solche videos wie z.b. die zu balloons, mathlectics und hummer zu machen. zudem konnten foals mein herz noch mit den allerliebsten nachrichten erobern, die ich bei facebook von ihnen bekomme, seit ich dort offiziell ihr fan wurde. und dadurch, dass sie ihre gitarren so hoch tragen.
lieblingstrack: the race for radio supremacy oder auch electric bloom
crystal castles – crystal castles.
das erste mal habe ich in der britischen teenager-serie skins was von crystal castles gehört. das heißt aber nicht, dass crystal castles kinder-techno ist, sondern dass die macher von skins einen exzellenten geschmack haben. so gut mir die musik beim hören gefiel, so überrascht war ich trotzdem als ich das erste mal dazu tanzte, wie gut das ging. untrust us schien die kontrolle über meine beine zu übernehmen ohne dass ich selber noch viel dazu tun musste. für die zukunft nehme ich mir vor auch mal genau auf die texte zu achten, die sollen nämlich sehr bizarr sein.
lieblingstrack: untrust us
mgmt – oracular spectacular.
schon im frühling hatte die liebe do in sehr vorausschauender weise „kids“ auf einer compilation. was dieser track versprach wurde von dem album gehalten und ich habe es in den monaten seit seinem erscheinen viel und gerne gehört. die mitglieder von last.fm „spielten“ es in die albumcharts für 2008 und bei nme kam es sogar auf den ersten platz - und das sowohl bei den singles und bei den alben. das hatten letztes jahr klaxons geschafft.
lieblingstrack: electric feel
css – donkey.
natürlich hatte ich nach den vielen enttäuschenden 2008 erschienenen zweiten alben angst, dass auch donkey nicht an cansei de ser sexy heranreichen würde. erst sah es auch ganz so aus, aber ich habe dieses album mit der zeit doch liebgehört. einen knaller wie „music is my hot hot sex“ hat es zwar nicht zu bieten, aber trotzdem hat es noch einen platz in dieser liste verdient – schließlich war ja immer klar, dass es nicht noch ein album wie das debut geben konnte.
lieblingstrack: believe achieve
does it offend you, yeah? – you have no idea what you’re getting yourself into.
10 dinge die ich an dir liebe: 1. das cover 2. den namen der band 3. den namen des albums 4. trash wie „we are rockstars“ 5. songtitel wie „attack of the 60 ft lesbian octopus“ 6. die tanzbarkeit des albums im allgemeinen und von „battle royale“ im besonderen 7. indie-gold wie „dawn of the dead“ 8. die kotzgeräusche auf „weird science“ 9. die ungeheure vielseitigkeit 10. dass ich für all diese großartigkeit sogar das ätzende „let’s make out“ ab und zu ertragen kann.
lieblingstrack: battle royale
operator please – yes yes vindictive.
ich muss gestehen, ich bin etwas verwirrt was das release date dieses albums angeht. aber ich sage jetzt einfach mal 2008. jedenfalls habe ich es 2008 viel gehört, nachdem ich darüber hinweg war, dass die mitglieder dieser band etwa 10 jahre jünger sind als ich. das album ist jedenfalls noch besser als die vorangehende ep und sehr vielseitig von rockig-lauten bis zu poppig-kitschigen songs. und alles mit geigen.
lieblingstrack: cringe
black kids – partie traumatic.
„i’m not gonna teach your boyfriend how to dance with you“ könnte finde ich einwandfrei einem 80er teenie-kultfilm entsprungen sein. und das gesamte album lässt sich einerseits großartig durchhören und enthält andererseits so einige tanzflächen-juwelen (bah! hässliches deutsch!). das einzig schwer zu verdauende an den black kids ist ihr unerträglich prätentiöser frontman – aber den sieht man auf dem album ja zum glück nicht.
lieblingstrack: partie traumatic

the kooks – konk.
trotz aller indie-übersättigung und -müdigkeit habe ich dieses album sehr gemocht. die kooks sind einfach so nett, verbreiten auf unaufdringliche und liebenswerte art und weise eine positive stimmung – und das ohne dabei nervig zu sein. konk eignet sich perfekt um es bei einem sonnigen herbstspaziergang oder auf einer weiteren busfahrt zu hören, partytauglich finde ich es aber nicht wirklich. für „mr. maker“ würde jeder dj von mir nur ein genervtes augenverdrehen ernten.
lieblingstrack: sway
razorlight – slipway fires.
zunächst mal komme ich um einen tadel für dieses unattraktive, uninspirierte cover nicht herum. also bitte! aber wie sagt man so schön: „don’t judge an album by it’s cover“. habe ich auch nicht gemacht – die musik ist nämlich besser als es die verpackung erhoffen ließe. schön melancholisch und nachdenklich, das release-date im dezember war wirklich sehr passend. die zehn neuen songs sind ganz eindeutig razorlight und stellen eine angemessene fortsetzung zum vielgehörten vorgänger dar.
lieblingstrack: 60 thompson
coldplay – viva la vida or death and all his friends.
es ist natürlich ziemlich abgedroschen dieses album gutzufinden. aber ich tue es trotzdem. und stehe dazu. es geht doch nichts über „lost!“ und „lost?“ auf zugfahrten – das macht so richtig melancholisch und schläfrig. und chris martin’s stimme ist einfach so schön. und auch das orchester. was soll man machen? und schlecht kann ein album auch nicht sein, wenn es nach so häufigem hören immer noch so gut ist. bestimmt auch 2009 noch.
lieblingstrack: lost
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und das sagen die anderen: nme, last.fm
was sagt ihr?
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